DIE GESCHICHTE DES
INGOLSTÄDTER VOLKSFEST

Volksfest - Frühjahr

  • 1946
    fand in Ingolstadt das erste Volksfest nach dem 2. Weltkrieg statt. 40 Schausteller boten Vergnügen für Jung und Alt an. Erstmals gab es auch wieder eine große Bierbude, in der allerdings während der Dauer vom 29. Juni bis 14. Juli nicht mehr als 300 Hektoliter „Dünnbier“ ausgeschenkt werden durften.
    Der Preis von 75 Pfennigen erhöhte sich um die neue Biersteuer und einer Wohlfahrtsabgabe an die Stadt auf eine Mark.
    Dank einer Sonderzuteilung an Fischen für das Volksfest war es den Wiesenbesuchern möglich, ihren Hunger mit Fischsemmeln zu stillen, die keine Fleischmarken, sondern nur 50g Brotmarken kosteten.
    Der Vergnügungspark bestand unter anderem aus Karussells, Schiffschaukeln, Geisterbahn, Zauberei, Artistik, Riesenrad, Raketenbahn und Steilwandfahrer.
    Sofort nach der Eröffnung am 29. Juli setzte auf der „Volksfestwiese“ an der Jahnstraße ein wahrer Massenansturm ein.
    Weil das anschließend geplante Volksfest in Schrobenhausen nicht stattfinden konnte, wurde das Ingolstädter Pfingstvolksfest um eine Woche verlängert. Das Bier Kontingent von 300 Hektolitern musste natürlich entsprechend erhöht werden.
  • 1959
    Wurden 555 Hektoliter Bier ausgeschenkt, bei herrlichem Volksfestwetter. Nicht zu warm und nicht zu kalt. Ca. 400 Maßkrüge wurde als „Souvenier“ mit nach Hause genommen. Die Polizei hatte so gut wie nichts zu tun, dafür machten die Sanitäter ein kleines Mini-Lazarett auf und versorgten einige Bierleichen, Patienten mit Magenschmerzen, Hitzeschlägen und sonstigen kleinen Verletzungen. Und der erste Auto-Scooter mit Selbstbedienung steht auf dem Pfingstvolksfest.
  • 1967
    Der Bierpreis in diesem Jahr lag bei 2,20 Mark.
  • 1968
    Zwei Bierzelte für gesamt 6000 Personen werden aufgebaut. Tolle neue und alt bekannte Fahrgeschäfte kommen nach Ingolstadt wie z.B. Calypso, Hully-Gully, Hurrican, Tarantella und Auto-Scooter. Eine Fahrt mit dem Auto-Scooter kostet 50 Pfennig.
  • 1969
    Feuerzauber wie noch nie auf dem Volksfest. Die Schausteller finanzieren ein noch nie da gewesenes riesiges, lautstarkes und farbenprächtiges Feuerwerk. Festwirt Karl Meyers strahlte am letzten Volksfesttag: „Noch nie hatten wir ein so stimmungsvolles und gemütliches Publikum wie heuer.“ Und es gab einen Rekord-Bierumsatz, 1420 Hektoliter wurden insgesamt ausgeschenkt.
  • 1971
    Wieder kommen neue Attraktionen nach Ingolstadt. Ein Riesenrad mit einer Höhe von 33 Metern, eine Kindereisenbahn und der sogenannter Mondflug, eine Allroundbahn. Die Maß Bier kostet in diesem Jahr 2,70 Mark.
  • 1973
    Zum ersten Mal wird Nordbräu-Bier auf dem Pfingstvolksfest ausgeschenkt. Rund 160000 Menschen besuchten das Volksfest in diesem Jahr und es wurden 1581 Hektoliter Bier ausgeschenkt.
  • 1983
    Das Volksfest fiel in diesem Jahr ins Wasser. Regen und Kälte bescherten den Festwirten und Schaustellern große Umsatzeinbußen. Es wurden nur 1250 Hektoliter Bier ausgeschenkt. Die Maß Bier kostet in diesem Jahr 4,60 Mark.
  • 1986
    In diesem Jahr wurden 1380 Hektoliter Bier ausgeschenkt. Die Maß Bier kostet 5,20 Mark. Auch die Polizei war in diesem Jahr recht zufrieden. Es gab kaum Raufereien nun es wurden vier Führerscheine eingezogen.
  • 2006
    Die Maß kostet nun schon 5,60 Euro. Der Oberbürgermeister Dr. Alfred Lehmann zapfte das erste Fass mit 3 Schlägen an.
  • 2014
    Kostet die Maß 7,60 € und der neue Oberbürgermeister Dr. Christian Lösel wird zum ersten Mal anzapfen.

Volksfest - Herbst

  • 1974
    Das erste Ingolstädter Volksfest im Herbst war ein Jubiläumsvolksfest zum 75 jährigen Bestehen der Aussenstelle Ingolstadt im BLV des ambulanten Gewerbes und der Schausteller und fand noch auf dem alten Volksfestplatz am Scherbelberg von 28. September - 2. Oktober 1974 statt. Bereits zu diesem Volksfest gab es ein großes Brillantfeuerwerk sowie einen Kinder- und Familientag. Das erste Herrnbräu-Fass wurde durch den Oberbürgermeister Peter Schnell angezapft.
  • 1975
    waren sich die Ingolstädter einig, ein Volksfest im Herbst solle es jedes Jahr geben und das Herbstfest war geboren. Das erste offizielle Herbstfest wurde am neuen Volksfestplatz an der Dreizehnerstraße um 17.30 Uhr durch den Oberbürgermeister Peter Schnell eröffnet bzw. angezapft. Die Maß kostete damals 3.40 Mark und war 35 Pfennige billiger als auf dem Oktoberfest. Das geplante Feuerwerk drohte ins Wasser zu fallen aber als die Feuerwerker in Ingolstadt eintrafen hörte der Regen auf und einem herrlichen Auftakt stand nichts mehr im Wege. 850 Maßkrüge wurden weggeschleppt. 685 Hektoliter Bier wurden ausgeschenkt und die 3800 Sitzplätze im Bierzelt von Festwirt Frank waren an allen Tagen mindestens einmal pro Tag alle besetzt. Auch die Schausteller und Fieranten waren im großen und ganzen sehr zufrieden, teilte der Vorstand der Marktkaufleute und Schausteller Josef Pfafflinger mit. Nur drei Besucher mussten von der Polizei zur Ausnüchterung mitgenommen werden.
  • 1976
    brauchte Oberbürgermeister Peter Schnell ganze acht Schläge und die Hilfe eines Schankkellners um das erste Fass anzuzapfen.
  • 1977
    flossen im Zelt von Festwirt Frank 71500 Maß Bier durch die Kehlen. Schausteller und Fieranten waren angesichts der guten Umsätzen sehr zufrieden. Josef Pfafflinger und Ordnungsamtsleiter Hans Zimmerer zeigten sich mit dem Herbstfest rundum zufrieden.
  • 1978
    kostete die Maß Bier bereits 3.80 Mark. Der Umsatz stieg auf 800 Hektoliter an. Oberbürgermeister Peter Schnell hatte geübt und brauchte in diesem Jahr nur drei Schläge um das erste Fass anzuzapfen.
  • 1979
    hatte Bernd Schwarz als Festwirt seinen Einstand.
  • 1980
    zum 6. Herbstfest konnte Festwirtin Anni Lanzl einen Bierumsatz von 750 Hektoliter bekanntgeben.
  • 1981
    stieg der Ausschank noch einmal auf 780 Hektoliter Bier an.
  • 1982
    war Gemütlichkeit und Gaudi angesagt. Mit 83000 Maß Bier war der Durst größer als jemals zuvor. Die Polizei musste in diesem Jahr nicht einen Besucher zur Ausnüchterung mitnehmen.
  • 1983
    brauchte Oberbürgermeister Peter Schnell nur zwei Schläge um das erste Fass anzuzapfen und kein Tropfen ging verloren. Das Bier floss wieder in Strömen. Mit 820 Hektoliter konnte fast an das letzte Jahr angeknüpft werden. Das Hendl führt bei den Speisen die Hitliste an jedoch wurden auch weit mehr als 1000 Portionen Haxn serviert, berichtete die Tochter der Festwirtin Marianne Lanzl-Koch. Und wieder musste die Polizei keinen einzigen zur Ausnüchterung mitnehmen.
  • 1984
    war der "zehnjährige" Geburtstag des Herbstfestes und dieser ging ohne besondere Vorkommnisse über die Bühne.
  • 1985
    verschoss erstmalig eine Kanone zum Festumzug drei Zentner Bonbons. Die Bierzeltbesucher waren in diesem Jahr so durstig wie noch nie. 900 Hektoliter wurden ausgeschenkt.
  • 1986
    Herbstfest im Wetterglück. 4000 Hendl gingen weg! Die Polizei stellt fest, daß die Zahl der betrunkenen Frauen ansteigt.
  • 1987
    vermasselte der Regen den Idealstart des Festes. Die kalten Herbstfesttage ließen keinen großen Durst aufkommen. Die Maß kostete inzwischen 5.40 Mark.
  • 1988
    Trotz kühler Witterung gab es einen erfreulichen Auftakt, dem ein Bierausstoß von insgesamt 750 Hektoliter folgte.
  • 1989
    stieg der Bierpreis auf 5.80 Mark, trotzdem wurden 900 Hektoliter ausgeschenkt. Nach dem anfänglichen Bilderbuchwetter kam der Regen. Trotzdem waren alle zufrieden mit dem Verlauf.
  • 1990
    gab es keinen besonderen Vorkommnisse.
  • 1991
    nahmen 1300 Teilnehmer am traditionellen Festumzug teil. Nach einem verregnetem Auftakt entwickelte sich das Herbstfest noch zu einem Renner mit 100 Hektoliter plus.
  • 1992
    gab es einen Traumstart, doch leider wurde die Wochenmitte dann nass.
  • 1993
    war im Donaukurier zu lesen, dass es nun auch Sekt und Hummer gibt. Insgesamt war es zu kalt für gemütliche Herbstfestbesuche.
  • 1994
    verzeichnete man 1700 Teilnehmer zum Festumzug. So viele wie noch nie! Und der Altweibersommer liess das Herbstfest richtig aufblühen.
  • 1995
    dauerte das Herbstfest zwei Tage länger, da der Tag der Deutschen Einheit auf einen Dienstag fiel. Und wieder wurde ein Rekord gebrochen. 2000 Teilnehmer nahmen am Festumzug teil!
  • 1996
    schwächelte das Herbstfest etwas.
  • 1997
    lockte ein sonniges Herbstfest rund 200000 Besucher auf den Volksfestplatz. Der Bierpreis ist inzwischen auf 8.30 Mark gestiegen.
  • 1998
    war ein ganz normales Herbstfest ohne besondere Vorkommnisse.
  • 1999
    stieg der Bierpreis dann auf 9.20 Mark. Nach einem berauschendem Start kam leider der Umsatzabsturz bei den Schaustellern und Fieranten.
  • 2000
    kostete das Bier (am Montag) 3.40 Mark. Zum 25. Herbstfest gab es am Montag Preise wie vor 25 Jahren an allen Ständen.
  • 2001
    Zeichen gegen den Terror! Trotz des Terroranschlags am 11. September in New York fand das Herbstfest trotz starker Bedenken statt. Der Festumzug und das Feuerwerk wurden abgesagt. Das Herbstfest trotzdem stattfinden zu lassen, sollte ein Zeichen gegen den Terror sein!
  • 2002
    verfolgten wieder tausende den Festumzug und erfreuten sich am Feuerwerk. Der Bierpreis lag nun bei 5.10 Euro.
  • 2002 & 2004
    liefen die Geschäfte gut und der Bierpreis stieg auf 5.40 Euro.
  • 2005
    ab es zum 30 jährigen Bestehen des offiziellen Herbstfestes wieder ein Jubiläum zu feiern. Zahlreiche Neuerungen und Attraktionen zogen alle Altersschichten auf das Herbstfest. Zum Jubiläum gab es am Montag 30% Rabatt auf alles.
  • 2006
    wurde das Herbstfest etwas umgestaltet und es gab nun einen Rundlauf für die Besucher. Die Neugestaltung des Herbstfestes kam bei den Besuchern gut an.
  • 2008
    wird aus dem Herbstfest das Schanzer Herbstfest.
  • 2009
    gab es zum ersten und einzigen mal zwei Bierzelte auf dem Schanzer Herbstfest.